PressemitteilungGeht Naturfilmern ihre „Lebensgrundlage“ verloren? NeFo-Interview zum Darßer Naturfilmfestival 3.-7. Oktober

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Foto: L. Nikulski

Naturfilme heißen oft „Wildes Bayern“ oder „wildes Deutschland“ und geben spannende Einblicke in das Leben oft wenig bekannter Arten und Lebensräume. Der Mensch spielt in solchen Filmen in der Regel kaum eine Rolle, und das, obwohl die menschliche Zivilisation sich in fast allen Weltregionen breitgemacht und das Landschaftsbild durch Nutzung und Infrastruktur massiv verändert hat. Wie ist es da noch möglich, Filme über scheinbar ungestörte Lebensräume zu machen? Gehen nicht die Drehorte aus? Wird es schwierig, Bilder ohne menschliche Anzeichen aufzunehmen, und sollten Naturfilmer das überhaupt oder ist das eine Verfälschung der Wahrheit?

Diese Fragen stellen wir im aktuellen NeFo-Interview dem Kameramann und Regisseur Jan Haft anlässlich des Darßer Naturfilmfestivals 2018 vom 3. bis 7. Oktober 2018 auf der Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst. Seit 2005 treffen sich jedes Jahr Natur- und Naturfilmbegeisterte wie auch Regisseurinnen und Regisseure in den Orten rund um den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, um in gemütlich herbstlicher Atmosphäre die faszinierendsten Naturfilme des letzten Jahres aus deutscher Produktion zu erleben und den Deutschen Naturfilmpreis zu vergeben.

Jan Haft war im letzten Jahr Gewinner des Deutschen Naturfilmpreises in der Rubrik „Mensch und Natur“ sowie des Publikumspreises. Der studierte Geologe, Paläontologe und Biologe dreht die meisten Filme in seiner bayerischen Heimat, wo er die unbekannten Naturphänomene im bekannten Umfeld sucht und findet. Sein diesjähriger Wettbewerbsfilm zeigt jedoch die "Magie der Fjorde" in Norwegen, wo auch die Natur ohne den Menschen im Fokus stand. Im NeFo-Interview fragen wir, wie schwer es ist, im Zeitalter des Anthropozäns Naturfilmer zu sein und wie die Wissenschaft dabei helfen kann.

Zum Interview

 


Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) ist ein Projekt zur inter- und transdisziplinären Vernetzung und Sichtbarmachung der Biodiversitätsforschung in Deutschland über Institutionsgrenzen hinweg. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und maßgeblich durchgeführt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig - UFZ sowie dem Museum für Naturkunde Berlin - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung.

Unsere tagesaktuelle Auswahl von Pressemitteilungen aus Biodiversitätsforschung und -politik finden Sie unter www.biodiversity.de und Twitter @Ne_Fo.

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Sebastian Tilch
NeFo-Pressereferent
c/o Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Department Naturschutzforschung
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