Mi­kro­ben kön­nen auf Stick­stoff­mon­oxid (NO) wach­sen

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Kuenenia stuttgartiensis, hier unter einem Transmissionselektronenmikroskop zu sehen, ist ein sogenannter Anammox- Modell-Mikroorganismus, der in Form einzelner Zellen wächst. Die Art kommt in Süßwasser, auch in Kläranlagen, vor.
Kuenenia stuttgartiensis, hier unter einem Transmissionselektronenmikroskop zu sehen, ist ein sogenannter Anammox- Modell-Mikroorganismus, der in Form einzelner Zellen wächst. Die Art kommt in Süßwasser, auch in Kläranlagen, vor.
L. v. Niftrik

Stickstoffmonoxid (NO) ist ein zentrales Molekül im Kreislauf des Elements Stickstoff auf der Erde. Eine ForscherInnengruppe um Boran Kartal vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen konnte nun nachweisen, dass manche Mikroorganismen NO nutzen, um zu wachsen – und zwar bei Konzentrationen, die für alle anderen Lebewesen tödlich wären. Das wirft ein neues Licht auf den Stickstoffkreislauf und darauf, wie Mikroorganismen die Freisetzung von Treibhausgasen beeinflussen. Die Studie erscheint nun in Na­tu­re Com­mu­ni­ca­ti­ons.