Mehr Lebewesen auf unseren Körpern und in Häusern könnten helfen, Krankheiten zurückzudrängen

putzen_adobestocks.jpg

Putzen von Oberflächen mit Desinfektionsmitteln stört die natürliche Artenzusammensetzung der vorhandenen Mikroorganismen. Einzelne Arten können davon profitieren und sich stark vermehren. Dies könnte die Ausbreitung von Krankheitserregern begünstigen.
Bild: nakedking – stock.adobe.com

Gelten auf unserem Körper und in unseren Häusern die gleichen Gesetze der biologischen Vielfalt wie draußen in der Natur? Wenn ja, wären unsere aktuellen Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung aggressiver Keime teilweise kontraproduktiv. Das schreibt ein interdisziplinäres Forscherteam vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution und schlägt vor, die Rolle der Artenvielfalt verstärkt auch bei Mikroorganismen in den Ökosystemen Körper und Haus zu untersuchen. Die Erkenntnisse daraus könnten bisherige Strategien zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten und resistenten Keimen auf den Kopf stellen.