Invasive Arten als Überträger von Krankheiten

Durch die zunehmende Globalisierung des Warenverkehrs und durch steigende weltweite Reisetätigkeit von immer mehr Menschen werden auch vermehrt Tier- und Pflanzenarten an neue Standorte gebracht. Wenn sie sich dort festsetzen, ausbreiten und unerwünschte Auswirkungen auf heimische Arten, Lebensgemeinschaften oder Habitate haben, spricht man von invasiven Arten.

Biodiversitätsforscher untersuchen solche Arten, um ihre Ausbreitung kontrollieren und und ihr Gefahrenpotenzial für das jeweilige Ökosystem einschätzen zu können. Viele naturnahe Ökosysteme erweisen sich häufig als resistenter gegenüber den Neuankömmlingen als gestörte oder intensiv genutzte.

In Deutschland wird die dauerhafte Ansiedlung mancher invasiver Arten durch die zunehmende Erwärmung aufgrund des fortschreitenden Klimawandels zusätzlich begünstigt. Und vermehrt treten solche Arten als Überträger von Krankheiten für den Menschen oder auch für Haustiere auf, in dem sie als Träger, so genannte Vektoren, für Viren oder Bakterien dienen, die bisher in Mitteleuropa nicht vorkommen.

Verschiedene Forschungsprojekte versuchen, Daten zu den jeweiligen Arten, ihrer Ausbreitung, den von ihnen übertragenen Krankheitserregern und den Krankheiten als solchen zu gewinnen, um eventuelle Präventionsmaßnahmen empfehlen zu können. Wie ein internationales Symposium des BIK-F Forschungszentrums für Biodiversität und Klima im November 2009 feststellte, besteht in Deutschland allerdings dringender Nachwuchsbedarf für medizinische Entomologen (mehr dazu →hier).

Die folgenden Seiten stellen einige dieser invasiven Arten und die von ihnen übertragenen Krankheiten vor und verweisen auf die Fachliteratur und die Forschungsprojekte.

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