Vortragsreihe - Forschungsreisen zur Vielfalt: Auf Humboldts Spuren um die Welt

„Forschungsreisen“ ist das erste der beiden Senckenberg-Jahresthemen 2019 – und deshalb entführen wir Sie in der neuen Vortragsreihe an acht Abenden von März bis Juni weit hinaus in die Welt. 
Begleiten Sie unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf Expeditionen in die Tropen und ins ewige Eis, zu Schiff, per Jeep oder Pferd, auf der Spur von Insekten, Vögeln, Säugetieren oder seltenen Pflanzen. Dabei erwartet Sie aber keine glatten Multimedia-Reiseshows, sondern spannende Einblicke in die Senckenberg-Forschung und das, was sie seit 200 Jahren ausmacht – die Vielfalt des Lebens auf der Erde zu entdecken, zu beschreiben und zu verstehen. Auch wird thematisiert, mit welchen Forschungsansätzen und Methoden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei heute vorgehen, warum die Ergebnisse für uns so wichtig sind und warum sie dazu überhaupt so weit reisen müssen – reicht es nicht, einfach in die riesigen Museumssammlungen einzutauchen?

Die Vorträge finden jeweils um 19.15 Uhr statt (Einlass ab 18.45 Uhr).
Veranstaltungsort: SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung
Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Einige Behindertenparkplätze sind vorhanden – Bedarf bitte unbedingt vorher bei jkrohmer [at] senckenberg [dot] deanmelden.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kontakt: Dr. Julia Krohmer, Stab Wissenschaftskoordination, Senckenberg Gesellschaft für
Naturforschung, Telefon: +49 (0)69 75 42 -18 37 | E-Mail: jkrohmer [at] senckenberg [dot] de


Die Vortragsreihe wird aus Mitteln des Aktionsplans der Leibniz Forschungsmuseen gefördert.

Mehr


 

Dr. Martin Jansen (Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt)
Ferrarifrosch und Jaguar: Expeditionen nach Lateinamerika 

Die Neotropen sind ein echter Hotspot für Frösche; dort existieren weltweit die meisten Arten. Trotz der enormen Artenvielfalt sind manche Regionen, wie z. B. Bolivien, aber bisher wenig erforscht, und viele Arten sind noch nicht wissenschaftlich beschrieben. Senckenberg-Forschende sind seit 2000 verstärkt in Mittel- und Südamerika aktiv und erfassen die Vielfalt der Amphibien mit teils innovativen Methoden: Nicht nur die klassische Systematik und die DNA-basierte Bestimmung kommen zur Anwendung, sondern auch allerlei Hightech im Gelände, z.B. Langzeitaufnahmegeräte, die Geräuschkulissen aufzeichnen oder Kamerafallen, die auch Säugetiere detektieren. Bei aller Faszination: diese oft abenteuerlichen Expeditionen sind keine Vergnügungsreisen, sondern harte Arbeit.
Der Bioakustiker und Herpetologe Martin Jansen erforscht seit über zehn Jahren die Amphibien und Reptilien Mittel- und Südamerikas und ist besorgt darüber, dass viele von ihm gerade erst entdeckte Arten direkt vom Aussterben bedroht sind.

Datum: 
26. Juni 2019
Ort: 
Frankfurt
Kategorie: