IPBES-1 Bonn 2013

IPBES-1 vom 21.-26.01.2013 in Bonn

IPBES BlogIn Bonn traf sich die Weltgemeinschaft zur ersten Plenarsitzung der "Intergovernmental Platform on Biodiversity & Ecosystem Services" (IPBES).

Experten aus der deutschen Biodiversitätsforschung sowie das nefo logo text-Team waren vor Ort und berichteten täglich von den aktuellen Entwicklungen.

Kurzes Morgen-Plenum

von Rosmarie Katrin Neumann, NeFo-Team

Nachdem das Plenum heute um 10.30 Uhr begonnen hat, wurden folgende fünf kurze Agendapunkte durchgesprochen, bevor es in zwei Kontaktgruppen ins Detail geht:

 

1. Update zum Chair
2. Einbindung von IPBES ins UN-System
3. Nominierungen für das Multidisciplinary Expert Panel (MEP)
4. Update zur Dokumentation
5. Weitere Ankündigungen und Kontaktgruppen

 

Side Event über Synergien und Vorteile aus dem Sub-Global Assessment (SGA) Netzwerk and The Economics of Ecosystems and Biodiversity (TEEB) für den IPBES-Prozess

von Rosmarie Katrin Neumann, NeFo-Team

Beide Initiativen haben sich zunächst vorgestellt und ihre Verbindung zu IPBES hergestellt. Während der anschließenden Diskussion kamen interessante Themen auf, wie zum Beispiel Marine Gebiete außerhalb von nationalen Gewässern (High Seas), Landwirtschaft sowie die Verbindung mit dem UNESCO Men and Biosphere Reserve Programm.

Die Stakeholdergruppe in der Sinnkrise?

von Katrin Vohland, NeFo-Team

Beim zweiten morgendlichen Treffen hat sich der Raum schon deutlich gelichtet. Die gemeinsam entwickelte Position wurde dem Plenum vorgetragen, die Tagesordnung beschränkte sich zunächst auf den Erfahrungsaustausch. So wurde der Ansatz, Beobachter nur nach dem Konsensprinzip zuzulassen, sehr kritisch betrachtet. Weiterhin wünschen sich die Interessensvertreter, also die Forschung, aber auch die Industrie, MEPs zu nominieren und eine beschränkte Anzahl an Beobachtern ins MEP zu entsenden.

Solidarität statt Green Economy – die Debatte zur Verwaltung des Sekretariats

von Katrin Vohland, NeFo-Team
 

Neben dem Bureau, das eher strategischen Charakter hat und bis auf den Vorsitz am ersten Tag besetzt wurde, wird es ein Sekretariat geben, welches die tägliche Verwaltung leisten soll. Dazu haben die Programme UNEP, UNESCO, FAO und UNDP einen gemeinsamen Vorschlag (IPBES1/7/Rev.1) [1] vorgelegt.

Ein Conceptual Framework - Kochrezept

von Elisabeth Marquard, NeFo-Team

Im letzten Jahr war als Teil des Prozesses zwischen den Sitzungen (intersessional process) eine Expertengruppe beauftragt worden, ein sogenanntes Conceptual Framework für IPBES zu entwickeln. Der Entwurf hierzu wurde heute in einem Side-Event präsentiert, zu welchem Vertreterinnen und Vertreter von UNESCO, DIVERSITAS, IHDP, IUCN, des Umweltministeriums Japans, der Moore Foundation und UNEP einluden.

Vom Initiator zum Lobbyisten – die Rolle der Wissenschaftler in IPBES

von Katrin Vohland, NeFo-Team

Die „Stakeholder" konsolidieren sich, aus der Arbeitsgruppe am Stakeholders-Day werden Positionspapiere erarbeitet, wie Stakeholder (Interessensvertreter) am IPBES-Prozess zu beteiligen sind. Wobei Stakeholder eine große Bandbreite von Akteuren umfasst, Wissenschaftler, Indigene, Industrie und Umweltschutzverbände. Wie kam es aber zu dieser Rollenverschiebung der Wissenschaft vom Initiator zum Stakeholder?

IPBES Verfahrensregeln: Dröge Satzungsdebatte oder spannende Weichenstellung?

von Axel Paulsch, ibn

Heute hat das erste offizielle Plenum nach Gründung von IPBES seine Arbeit aufgenommen und sich sofort in die Debatte über prozedurale Fragen gestürzt. Dies war zu erwarten, denn beim Gründungstreffen in Panama im April 2012 konnten nicht alle Verfahrensfragen abschließend geklärt werden. Das muss aber passieren, bevor man sich mit der eigentlichen inhaltlichen Arbeit befassen kann.

Seiten