„This document is approved.“ – fast am Ziel

Katja Heubach, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Seit heute Morgen um 10 Uhr wird wieder verhandelt. Insgesamt stehen vier Dokumente zur Debatte, in die noch einmal die in den letzten Stunden Kommentare aus dem Plenum Eingang gefunden haben. Aus den vorläufigen ‚Conference Room Papers‘ sind nunmehr die finalen ‚L-paper‘ (‚last paper‘) geworden. Mittlerweile sind wir beim letzten Dokument, dem Abschlussbericht zum Treffen, angelangt und – sei es, weil man sich tatsächlich einig ist, sei es, weil der Zeitpunkt des Heimflugs näher rückt – geht es jetzt plötzlich furchtbar schnell. Die Annahme der Paragraphen folgt jetzt Schlag auf Schlag.

Es gibt zwar hier und da noch einige Anmerkungen, aber sie führen nicht mehr zu Änderungen am Text. Erstaunlich ist, wie agil die Delegierten nach wie vor sind – trotz stundenlangem Ringen um Formulierungen. Vielleicht ist es aber auch die letzte Kraft: der Hammer ist gerade gefallen, der Abschlussbericht angenommen.

Das neue Format wird aber noch diskutiert werden müssen, das deutete sich bereits Anfang der Woche an. Nicht nur ist der Output des Treffens unerwartet schmal, auch das konzeptionelle Verständnis der „Anregung zur wissenschaftlichen Debatte“ erscheint unbedingt überarbeitungsbedürftig. Wenn man den Gesprächen in den Fluren folgen darf, werden sich hoffentlich die Mitgliedsstaaten mit praktikablen Vorschlägen an das Büro und das Sekretariat wenden. Hoffen wir, dass darunter auch Vorschläge sind, die best practices wissenschaftlicher Tagungen mit einem deutlichen Augenmerk auf Interaktion verbinden. Da sind wir nämlich bereits weiter, „the format needs to be improved based on existing experiences.“ Erster Schritt dahin: den Evaluationsbogen ausfüllen, der gerade über die Tische segelt.

Im Juni 2014 trifft man sich zu SBSTTA-18 in Korea wieder.