CBD COP-14 im November 2018 in Sharm El-Sheikh + Folgeprozess zum Post-2020 Global Biodiversity Framework

Diskutieren, ohne zu verhandeln - Bericht vom ersten Arbeitsgruppentreffen zum Post-2020 Global Biodiversity Framework

 „Das 1. Arbeitsgruppentreffen zum CBD Post-2020 Global Biodiversity Framework in Nairobi ließ viele Teilnehmer*innen ratlos zurück.  Zwar wurden Überschriften für mögliche Elemente diskutiert, viel konkreter wurde es aber nicht. Auch ein Arbeitsplan muss noch ausgearbeitet werden, dabei bleiben weniger als 500 Tage um Inhalte zu verhandeln.“

Diskussionen der öffentlichen Arbeitsgruppe (OEWG) zum Post-2020-Global-Biodiversity-Framework auch im Livestream und auf YouTube

Derzeit findet in Nairobi, Kenia das erste von bisher drei geplanten Treffen der öffentlichen Arbeitsgruppe (OEWG) zum Post-2020-Global-Biodiversity-Framework statt. Die Diskussionen kann man nun auch per Live stream verfolgen oder in den Videomitschnitt auf YouTube anschauen. Hier gibt es die Links:

Der lange Weg nach Kunming - Ein neuer globaler Plan soll die biologische Vielfalt schützen

In Lateinamerika brennt dieser Tage der Regenwald! In einer langen Reihe von Hiobsbotschaften, ist diese nur die Jüngste – denn es ist schon lange bekannt, dass der fortschreitende Verlust der biologischen Vielfalt ein dramatisches Ausmaß angenommen hat. Intakte Ökosysteme werden weltweit immer seltener, auch in Europa. Die Gründe sind bekannt: intensive Nutzung von Flächen und der Meere, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, Klimawandel, Verschmutzung jedweder Art sowie die invasive Ausbreitung gebietsfremder Arten. Verantwortlich für diese „Treiber für den Biodiversitätsverlust“ ist in den allermeisten Fällen der Mensch – und seine Art und Weise zu produzieren und konsumieren.

CBD-Alliance der NGOs äußert Sorge um Regulierung gentechnischer Methoden

Die NGO-Partner der CBD-Allianz äußerten in ihrem Schlussstatement sechs Kernforderungen zu post-2020 und die Sorge, dass neue gentechnische Methoden dabei nicht genügend reguliert würden, und äußerten ihren Unmut über die mangelnde Kooperationsbereitschaft in diesem Bereich.

196 Regierungen vereinbaren, die Investitionen in Natur und Menschen bis 2020 und darüber hinaus zu erhöhen

CBD-Pressemitteilung vom29.11.: Am 29.11. endete die UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt in Sharm El Sheikh, Ägypten. Die Erklärung von Sharm El Sheikh wurde angenommen, in der die UN-Generalversammlung aufgefordert wird, bis 2020 einen Gipfel über die biologische Vielfalt für die Staatschefs einzuberufen.

Ist denn schon 2020?

Ein großer Teil der Verhandlungen bei COP 14 dreht sich um die Entwicklung eines neuen strategischen Plans für die Zeit nach 2020. Aber wir haben ja ambitionierte Ziele bis 2020 und bis zur COP 15 sind's ja noch zwei Jahre. Da könnte man ja noch was umsetzen. Das ist auch die Vertragsstaaten bewusst und deshalb haben sie dazu bereits einen Beschluss gefasst.

Wie weiter mit Biodiversity Governance?

Die CBD ist eines von vielen Instrumenten, die sich mit Biodiversitätsgovernance beschäftigen. Seit ein bis zwei Jahren hat sich eine Gruppe von Forschenden und Praktiker*innen vorgenommen, Biodiversitätsgovernance etwas tiefer zu beleuchten und zu erforschen und - als konkretes Governance Beispiel - bei der Entwicklung des Post-2020-strategischen Rahmens mitzuwirken. Hier bei der COP ist dieses Netzwerk natürlich vertreten und tritt in diversen Foren auf. Vorgestern und gestern gab es je ein weiteres Side Event zu dem Thema.

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