Fortschritte bei der Wertschätzung Indigener Völker und ihrem Wissen

Dr. Axel Paulsch, Institut für Biodiversität - Netzwerk e.V. (ibn)

Noch laufen die Verhandlungen an verschiedenen Fronten, doch einige Themen haben schon beschlussfertige Texte. Dazu gehört auch das Papier zur Frage nach der Definition indigener Völker und ihres Beitrags zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung natürlicher Ökosysteme und ihrer genetischen Ressourcen. Hier ist man den betroffenen Gruppen entgegen gekommen -  und damit auch der Vielfalt der Wissensformen.

Der Beschluss (sollte er so fallen) ist als positiv zu werten, denn er legt fest, dass die CBD in zukünftigen Beschlüssen statt von "indigenen und lokale Gemeinschaften" von "Indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften" spricht, also die Völker als solche bezeichnet. Das war lange überfällig.

Im Querbezug zu den Entscheidungen unter dem Treffen zum Nagoya-Protokoll ist aus Sicht der Indigenen Völker positiv hervorzuheben, dass man sich auf ein Gremium geeinigt hat, dass die Einhaltung der Bestimmungen überprüfen soll (compliance committee). Natürlich wird so ein Gremium repräsentativ aus den 5 UN-Regionen zusammengesetzt, es werden aber auch zwei Vertreter aus indigenen Völkern dabei sein ... die auch schon gewählt wurden: Ein Vertreter aus Panama und einer aus den USA first nations.