Hängebrücke für Orang Utans: angewandter Naturschutz in Borneo

Axel Paulsch, Institut für Biodiversität - Netzwerk e.V. (ibn)

Neben den nach wie vor zähen Finanzverhandlungen in einen Side Event zu gehen, kann wirklich hilfreich sein, um nicht vollkommen die Bodenhaftung zu verlieren. Im Side Event der Biodiversity in Good Company Initiative erfährt man, wie sich ein japanisches mittelständisches Unternehmen auf Borneo für Orang Utans engagiert.

Das japanische Familienunternehmen Saraya kofinanziert ein Projekt zur Rettung von Orang Utans. Das Problem ist Lebensraumverlust durch Umwandlung von Wald in Palmölplantagen und in Nordborneo es gibt nur noch Waldreste entlang von Flussläufen. Neben dem Aufkaufen dieser Gebiete wird ein ganz pragmatischer Ansatz gewählt. Orang Utans können nicht schwimmen und daher sind Flüsse Ausbreitungshindernisse und der zur Verfügung stehende Lebensraum wird noch einmal eingeschränkt. Aber die Menschenaffen sind intelligent genug, zu erkennen, was eine Brücke ist! Also wurden aus alten Feuerwehrschläuchen Hängebrücken gebaut. Die Schläuche sind wetterbeständig, reißfest, leicht zu verarbeiten und billig zu haben. Wie installierte Videokameras beweisen, werden die Brücken von den Orang Utans genutzt. Im Übrigen haben auch Makaken heraus gefunden, wozu die Brücke gut ist, und neugierig wie sie sind, die Kameras wieder "abgebaut"....

Im gleichen Event hat der Schokoriegelhersteller Mars erläutert, wie schwierig es ist, sein Versprechen zu halten, alles Kokosfett, das benötigt wird, aus zertifiziertem Anbau zu bekommen. Hier müssen die Anbaubedingungen, z.B. in Westafrika, verbessert werden, wenn der Bedarf nachhaltig gedeckt werden soll.