CBD COP 10 Nagoya 2010

Frauen vor – Harmonisierung der Arbeitspläne der drei UN Umweltkonventionen

Dr. Katrin Vohland

Ein bisschen symptomatisch ist das schon, die CBD und auch die Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) waren persönlich vertreten, das am besten ausgestattete Sekretariat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) schickte nur ein paar Folien zum side-event. Aber immerhin. Und der Hauptgeldgeber für Umweltprogramme, die Globale Umwelteinrichtung (GEF - Global Environmental Facility), war auch anwesend.

Zweite Verhandlungsstufe erreicht – jetzt geht’s um Punkt und Komma

Axel Paulsch

Seit Freitagmorgen hat die COP10 die zweite Verhandlungsstufe erreicht und verhandelt jetzt die so genannten Conference Room Papers (CRPs). Diese Papiere zu den einzelnen Unterthemen hat das Sekretariat aus den Kommentaren und schriftlichen Vorschlägen der Staaten zum Ausgangstext zusammengestellt und entlang dieser CRPs wird jetzt der abschließende Text verhandelt.

Ziele und Indikatoren – politisch relevant und/oder wissenschaftlich präzise?

Carsten Neßhöver

Ein zentrales Thema der COP10 ist die Formulierung neuer Ziele für das Jahr 2020. Mit dem 2010 Ziel hatte man ein massives Problem: Wie misst man eine „signifikante Reduktion der Rate des Verlustes“, wenn man vorher diese Rate gar nicht kennt und auch die verschiedenen Komponeneten von Biodiversität dort kaum einzurechnen sind? Ähnliche Probleme gab es mit einigen Unterzielen.

Die Ökonomie der Natur

Dr. Carsten Neßhöver

Gestern wurde auf einem großen Side-Event der Endbericht der globalen TEEB-Studie (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) vorgestellt. Ziel war es, den ökonomischen Wert des Biodiversitätstverlustes (soweit dies möglich ist) zu bemessen und Wege aufzuzeigen, wie ökonomische Instrumente helfen können, diesem zu begegnen. Der Endbericht bildet dabei eine Synthese der verschiedenen TEEB-Berichte ab, die sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen sowie Ansätzen für nationale Politik, die lokale Politik und für Unternehmen beschäftigten.

Wie geht es weiter mit IPBES?

Axel Paulsch

Wie schon am Montag berichtet, hatten sich viele Staaten in ihren Eröffnungsstatements dafür ausgesprochen, die Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) als neue Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik einzurichten. Heute wurde nun in einem sog. Side-Event über den aktuellen Stand der Bemühungen berichtet:

Shing-Shang-Fengshui - Biodiversität und Kohlenstoff in China

Dr. Katrin Vohland

Während China oft die Position eines Buhmanns einnimmt, zeigt ein in der Provinz Jiangxi angesiedeltes Projekt, dass der Schutz von Biodiversität und kohlenstoffreicher Ökosysteme ernst genommen wird. Im Jahr 2009 startete mit Mitteln des deutschen Umweltministeriums (BMU) und der gtz gemeinsam mit der Chinesischen Akademie für Umweltwissenschaften (CRAES) und der Unterstützung von UNEP/WCMC ein Projekt, welches verschiedene Aspekte des Artenreichtums und der Kohlenstoffdichte kartiert.

GeoEngineering und die Indigenen

Katrin Vohland

Während ABS meiner ganz persönlichen Meinung nach in Bezug auf zu erwartende positive finanzielle Implikationen eher überschätzt wird, ist das Riesenthema GeoEngineering noch nicht vollständig in der internationalen Diskussion angekommen. Eine Ausnahme ist die Ozeandüngung, der die CBD ablehnend abwartend gegenübersteht, und die sowohl in Verhandlungsdokumenten (drafted decisions) zur Biodiversität der Ozeane als auch zu Wechselwirkungen mit dem Klimawandel erwähnt wird.

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